Luis und Aurora reisen mit dem Flixbus durch Osteuropa … die Reise kann man ganz genau bei Polarsteps verfolgen. Und hier kann man lesen, was er alles erlebt hat.
Dienstag (14.07.26)
Berlin Südkreuz: hier beginnt die Reise – nur 13,5h und dann bin ich in Graz 🙂
Nach einer Nacht mit erstaunlich viel Schlaf, wurde ich pünktlich um 9:47 Uhr von Aurora am Bahnhof abgeholt.
Zuerst verstauten wir meinen riesigen Rucksack im Hostel und packten unsere kleinen Rucksäcke mit Proviant und Equipment für den Tag, bevor wir uns auf den Weg machten die Stadt zu erkunden.
Zuerst ging es durch die Innenstadt hoch auf den Schlossberg, vom dem aus wir die Aussicht auf die Stadt genossen. Vorbei am Uhrturm (bei dem mich die asymmetrische Anordnung der Uhrblätter echt verrückt machte), ging es den Berg auf der anderen Seite wieder hinunter. Auf dem Weg nach oben kamen wir am Eingang zu einem Stollen vorbei, durch den man einmal durch den Berg bis nach unten auf die andere Seite gehen konnte.
Ganz unten in den Tiefen des Berg versteckte sich auch die Märchenbahn. Diese führte uns für die nächsten 30min durch die Tiefen des Bergs und ließ uns in verschiedenste Märchen aus der Kindheit eintauchen. Die Lichteffekte und die Erzählerin, sowie die Atmosphäre mit so einem kleinen Zug da lang zu fahren, waren schon toll.
Danach ging es für uns weiter durch die Innenstadt, an der doppelten Wendeltreppe vorbei, in den Dom und das Mausoleum von Kaiser Ferdinand. Der Dom war wirklich sehr schön und besonders die Orgel beeindruckend. Auch das Mausoleum war besonders durch seinen farbigen Granit sehr beeindruckend, wobei ich mich gleichzeitg fragte, ob so ein großes Gebäude für sechs tote Leute wirklich nötig war.
Um dem nachmittaglichen Regen zu entkommen, ging es für uns in das Kunsthaus Graz. Da Moderne Kunst wirklich nicht mein Fall ist, kann ich nur sagen, dass es “interessant” war. Naja, der Schokobrunnen war schon lustig und das kombinierte Bild aus Blume und Po… mehr muss ich nicht dazu sagen.
Anschließend gab es einen Döner zum Mittagessen für nur 4,50 Euro – echter Schnapper…
Der Regen ließ leider nicht so wirklich nach, weshalb wir uns entschlossen, ins Hostel zu gehen und einzuchecken. Wir waren in einem 6er Zimmer und schliefen beide oben im Bett. Das Bad war wirklich einigermaßen sauber, also passte alles. Leider gab es keine Schließfächer für die Rucksäcke.
Danach wollten wir noch ein bisschen die Umgebung um Graz herum erkunden und machten uns deswegen auf den Weg in die umliegenden “Berge”. Über kleine Straßen, an einem Militärsperrgebiet vorbei, ging es hoch auf den Berg. Am Gipfel gab es einfach einen Getränkeautomaten, weshalb sich erstmal mit einem Almdudler belohnt wurde. Danach ging es über kleine Wege wieder bergab. Da uns AllTrails über die Straße lotsen wollte, entschieden wir uns mit der Karte unseren eigenen Weg zu suchen. Das funktionierte auch soweit sehr gut. Wir entdeckten eine kleine Höhle, ein Römergrab und die Brüderseen. Aber auf dem letzten Abschnitt nach unten kam uns aufeinmal ein Zaun entgegen. Mit ein bisschen klettern und über eine Weide rennen, war das aber auch kein Problem.
Da wir uns noch etwas zu Abendessen kaufen wollte und Proviant für den nächsten Tag, wollten wir noch einen Abstecher in de Supermarkt machen. Leider waren alle bis auf den am HBF schon geschlossen, weshalb wir noch einen kleinen Umweg dorthin einlegten.
Zum Abendbrot gab es dann Brezel mit leckerem Mozzarella und eine Ananas. Nach einer heißen Dusche und mit 29 km in den Beinen, kuschelte ich mich zusammen mit meinen Rucksäcken ins Bett.
Mittwoch (15.07.26)
Heute ging es weiter nach Zagreb.
Nach einer kurzen Busfahrt und ein wenig suchen, fanden wir schließlich auch das Flixbusterminal in Graz 😅. Die Busfahrt wurde natürlich effektiv genutzt, um Bilder zu sortieren, Posts zu erstellen und Mails zu schreiben.
In Zagreb angekommen wurden wir von angenehmen 32 Grad empfangen 🌞. Nach einem kleinen Spaziergang zum Hostel, das wirklich schön und gepflegt war, packten wir kurz die Rucksäcke und dann ging es los in die Stadt.
Um ein bisschen der Hitze zu entkommen, machten wir deshalb einen Abstecher ins Ethnologische Museum. Der Ansatz die Ausstellungsstücke nach deren Spender zu sortieren war mal etwas ganz neues, aber gleichzeitig auch interessant, um dadurch die Herkunft der Stücke nachvollziehen zu können. Natürlich stand alles im Kontext des Kolonialismus… In der ersten Etage gab es noch eine Ausstellung über “Erde” und die verschiedenen Bedeutungen – als unsere Welt, den Boden, …
Danach erkundeten wir die Stadt. Was schnell auffiel war, dass die Stadt scheinbar gerade alle großen Touristen-Spots sanierte, besonders die Dächer davon 🤔.
Zuerst kletterten wir auf den Lotrščak-Turm, von dem aus man einen schönen Blick auf die Stadt und vorallem auf die St. Markus Kirche hatte. Jeden Tag um 12 Uhr wird vom Turm aus einfach ein Kanonenschuss abgefeuert.
Natürlich bestaunten wir danach das tolle Mosaikdach der St. Markus Kirche.
Wie auch in Graz ist der höhere Teil der Stadt von mehreren Tunneln durchzogen. Durch sie hindurch zu gehen war eine Mischung aus “Boah tolle Abkühlung” und “im Krieg könnte man hier kleine Flugzeuge unterstellen”.
Wir liefen weiter durch die Stadt, über den Markplatz, durch kleine Gässchen und zur Kathedrale von Zagreb.
Am Eingang gab es einen Security Mann der darauf geachtet hat, dass man auch schön die Schultern bedeckt. Die Kathedrale war von innen leider nicht so schön, da sie gerade sarniert wurde – von der Orgel und dem richtigen Altar waren Bilder davon aufgespannt, die Kirche in der Hälfte durch ein Baugerüst getrennt und die Pfeiler mit Pressspahnplatten abgedeckt.
Naja dafür ergab sich draußen die Möglichkeit für ein tolles Fotomotiv. Die Sonne als Heiligenschein. Das ist auf jeden Fall das schönste Bild aus Zagreb.
Danach saßen wir kurz im Park und planten um, dass wir schon morgen zu den Plitwicer Seen fahren würden.
Um 17 Uhr gab’s dann auch lecker Mittagessen – 10 Cevapcici für jeden von uns, mit lecker Fladenbrot 😋.
Natürlich gab es zum Abschluss des Tages noch eine kleine Wanderung durch die umliegenden Hügel. Durch irgendein Gewitter, waren auf vielen Wegen Bäume umgestürzt. Abenteurer, wie wir sie sind, hielt uns das natürlich nicht auf und auf einmal kletterten wir über umgefallene Baumstämme und zwischen Gestrüpp umher.
Schließlich kamen wir auch wieder am Hostel an, nach einem kleinen Abstecher in den Supermarkt, um Proviant für morgen zu besorgen. Nach einer schönen langen Dusche (bei der ich irgendwie die Halterung vom Duschkopf auseinander baute), gings dann auch ins Bettchen.
Donnerstag (16.07.26)
Heute ging es schon früh um 5:30 Uhr aus dem Bett, damit wir den Bus zu den Plitvicer Seen bekommen konnten.
Gegen 9 Uhr kamen wir auch schon an, gaben unser Gepäck ab und machten uns auf den Weg in den Park.
Da wir ausreichend Zeit hatten, entschlossen wir uns die längste Tour mit 18km zu machen, um auch möglichst alles von den Seen zu sehen.
Im Park angekommen, wurden wir sofort von diesem einzigartigen, blau-türkisem Wasser und einem angenehmen Sonnenschein begrüßt. Die Farbe des Wasser war wirklich unbeschreiblich schön 😍.
Noch viel krasser war aber die Realisation, dass sich jeder einzelne See auf einer eigenen Ebene befindet und die Seen über Wasserfälle, wie Stufen ineinander übergehen.
Am besten zeigen aber die Bilder, wie es dort war – die Bilder also einfach mal wirken lassen 🙃.
Wir wanderten immer an den Seen entlang, über die Brücken, an denen sich alle Touristen befinden und rauf auf den Berg zur Aussichtsplattform. Weiter ging es den Berg hinab, an Wasserfällen vorbei und dann mit der Fähre zurück zum Ausgangspunkt.
Nach der Wanderung brauchten wir unbedingt eine Stärkung. Zwar gab es dort mehrere Restaurants, die waren aber entweder zu teuer oder sehr schlecht bewertet. Wir entschieden uns für ein Mittelweg und aßen am Ende in einer Art Kantine (mit Selbstbedinung und jemand der Essen ausschenkt) einen “interessanten” Gulasch Eintopf.
Da wir alle offiziellen Wanderwege um die Seen schon erkundet hatten, entschieden wir uns zu unserem Hostel in Korenica weiterzufahren und dort nachzufragen, was man in der Umgebung noch machen könnte.
In Korenica angekommen ging es erstmal zum Supermarkt, der gleich neben der Busstation lag.
Wir belohnten uns nach der Wanderung mit einem kalten Spaßgetränk, Obst und etwas Süßem.
Im Hostel (das anscheinend extrem auf Socializing ausgelegt war), aßen wir erstmal unsere Ananas und tranken eine kalte Cola.
Wir bekamen mit, dass ein paar der anderen Gäste einen Sonnenuntergangswanderung machen wollten, wozu wir uns nach kurzem Überlegen auch dazu entschieden.
Also wieder rein in die Wanderschuhe und rauf auf den Berg. Der Anstieg war zwar nur kurz, dafür aber sehr steil, sodass wir alle sehr schnell ins Schwitzen kamen. Oben angekommen wurden wir aber mit einer schönen Aussicht aufs Tal belohnt und einem tollen Sonnenuntergang 🌞.
Durch die untergehende Sonne und den Wind am Gipfel entschieden wir uns dann aber wieder den Rückweg anzutreten. Dabei viel uns auf, dass wir noch Wasseflaschen für die Wanderung am nächsten Tag kaufen wollten, der Supermarkt aber in 30min zu machte. Wir flitzen also den Berg runter und ich sprintete noch die letzten Meter zum Supermarkt. 5min vor Ladenschluss kam ich dann noch an. Die Dame am Eingang sagte mir, dass sie schon geschlossen hätten, aber mit einem Welpenblick und der Bitte, dass ich nur Wasser bräuchte, durfte ich dann noch schnell rein.
Freitag (17.07.26)
Heute ging es schon früh um 5:30 Uhr am Hostel los, denn der Berg rief.
Die Atmosphäre auf dem ungefähr 30min langen Weg zum Startpunkt der Wanderung war ganz besonders – die ersten Sonnenstrahlen hinter dem Berg, gemischt mit dem Nebel und den in der Nähe grasenden Pferden.
Am Fuß des Berges angekommen machten wir uns dann an den Aufstieg, über Forstwege von Traktoren, kleine Pfade zwischen jungen Kiefern, über von roten Nadeln und Blättern gesäumte Wege und entlang Strommasten. Der Aufstieg war sehr anstrengend, da uns noch die Kilometer der letzten Tage in den Beinen lagen. Mit ausreichend Trinkpausen und kleinen Snacks zwischendrin, war das aber auch kein Problem.
Um 8:30 Uhr kamen wir dann schon oben auf dem Berg an und wurden von einer unglaublich schönen Aussicht begrüßt. Wir genossen die Aussicht im warmen Gras, bei schön warmen Sonnenstrahlen und einem leckeren Apfel.
Anschließend machten wir uns auf die Suche nach der Bunkeranlage, die gar nicht zu übersehen war.
Natürlich mussten wir auch das Innere des Bunkers erkunden und ich gruselte mich so sehr wie noch nie. Da wir nur unsere Handytaschenlampen hatten und die Gänge sehr lang waren, konnten wir quasi nur 1m nach vorne schauen und man hatte die ganze Zeit die Angst, dass da plötzlich jemand steht. Zuerst hatten wir auch Angst uns zu verirren, aber zum Glück war alles mit Buchstaben und Pfeilen “ausgeschildert”. Wir erkundeten alle Gänge und Räume. Vieles war zerstört, aber man erkannte doch, dass dort Menschen gelebt hatten – Betten, Stühle und viele Bilder an den Wänden des Bunkers.
Ich merkte immer wie die Anspannung von mir viel, sobald man das Tageslicht am Ende des Tunnels sah. Da die Anlage wirklich groß war, nahmen wir verschiedenste Eingänge und beim dritten Mal hatten wir dann den Aufbau des Bunkers verstanden.
Mitten in der Anlage stand auch ein großes verlassenes Haus, von dessen Balkon aus man einen traumhaften Blick aufs Tal hatte. Im Keller führte eine fast zehnstöckige Treppe wieder in den Bunker hinein.
Um nach der düsteren Bunkererkundung etwas positive Energie zu sammeln, kletterten wir noch auf einen großen Felsvorsprung, genossen die Aussicht und machten ein kleines Nikerchen…
Danach ging es auch schon an den Abstieg, der auf den letzten Metern schon echt warm wurde, weil die Sonne plötzlich sehr knallte.
Die letzten paar Kilometer zurück zum Hostel waren schon eine kleine Qual, da uns das Wasser ausgegangen war. Da wir noch genug Zeit hatten ging es direkt in den Supermarkt für ein kaltes Zuckergetränk, eine Stulle und einen Trinkjoghurt. Wir setzten uns dann im Supermarkt auf die kühlen Stufen und genossen unser Festmahl.
Im Hostel nahmen wir nur noch unseren Rucksack mit und dann ging es nach Split.
In Split angekommen, checkten wir in unser 16er Zimmer ein und erkundeten noch ein bisschen die Stadt. Nach einer abendlichen Stärkung, ging es dann erstmal ins Hostel, unter die Dusche und dann ins Bett. Das Badezimmer war leider wirklich nicht sehr sauber und deswegen nahm ich zum Duschen nur mein Handtuch, Duschgel und den Spindschlüssel mit.
Samstag (18.07.26)
Nach den vergangenen anstrengenden letzten Tagen, entschlossen wir uns heute einen entspannten Tag am Strand zu machen.
Wir schliefen bis ca. 12 Uhr, was wirklich sehr gut tat.
Um ein wenig die Mittagshitze zu überstehen, frühstückten wir zuerst in einer naheliegenden Bäckerei. Anschließend ging es zu einem Gepäckschließfach, in welches wir alle unsere Wertsachen einschlossen.
Und dann machten wir uns auch schon auf den Weg zum Strand. Laut Karte sollten wir kurz hinter einem Trinkbrunnen auf einen Pfad abbiegen. Beides fanden wir auch. Der Pfad stellte sich jedoch wirklich als Wanderpfad heraus, weshalb ich das Schuhwerk (Badelatschen) ein bisschen bereute. Wir folgtem dem Pfad, nahmen Abzweigungen nach oben und unten, jedoch kamen wir irgendwie nicht runter an den Strand. Wir folgten den Weg immer weiter für fast eine Stunde, bis wir endlich auf eine Straße trafen, die auch eine direkt Sicht auf den Strand ermöglichte.
Den Geruch des Meeres schon in der Nase, beeilten wir uns so schnell wie möglich runter an den Strand zu kommen. Da wir es nicht mehr abwarten konnten, kletterten wir einen kleinen Pfad hinab ans Wasser.
Dort wurden wir von einer Gruppe nackter Männer überrascht, die sich fröhlich unterhielten, sonnten und badeten. Wir entschieden uns den Blick aufs Wasser zu richten und dann ins kühle Nass abzutauchen. Wir schwammen ein Stück die Küste entlang, beobachteten dabei die Fische und genossen die Abkühlung. Das Wasser war angenehm tief und super klar.
Nach dem langen Weg und der großen Schwimmrunde, entschieden wir uns eine kleine Snackpause zu machen. Dabei spielten wir Karten und schielen in Richtung der Männer. Ein wenig Fehl am Platz fühlten wir uns schon die ganze Zeit – als sie dann aber anfingen sich zu küssen, war das unser Zeichen wieder aufzubrechen.
Wir liefen nun an der Straße entlang, zu einem weiteren “offiziellen” Strand, an dem wir unser Lager aufschlugen. Wir hüpften wieder ins Wasser, dass nun gar nicht mehr klar, aber trotzdem schön abkühlend war. Ich entschied mich danach ein Nikerchen zu machen und dabei ein wenig an der Bräune zu arbeiten.
Danach futterten wir noch die restlichen Snacks, spielten Scopa und genossen die langsam untergehende Sonne. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg und sammelten dabei unsere Wertgegenstände wieder ein.
Zur abschließenden Stärkung gab es noch ein leckeres Gulasch, bevor es zum Schlafen wieder ins Hostel ging. Ich gab noch meine Wäsche zum waschen ab, damit ich für den letzten Teil der Reise nicht zu viel Dreckwäsche mit mir rumschleppen musste.
Sonntag (19.07.26)
Heute klingelte der Wecker um 8 Uhr, da wir uns auf den Weg nach Omiš machten.
Nach ca. 1h Fahrt, bei der wir uns überlegten, was genau wir dort unternehmen wollten, kamen wir auch schon an.
Omiš liegt direkt am Meer und ist gleichzeitig gesäumt von Bergen, durch die sich ein riesiger Canyon schlängelt.
Da es für Kajak oder Boot fahren zu warm war, entschlossen wir uns eine kleine Wanderung zu unternehmen, um den Canyon von oben sehen zu können.
Nach einem kleinen Stück die Straße entlang, kamen wir auch schon am Startpunkt der Wanderung an. Dieser entpuppte sich als eine Kirche im Freien. In den Stein bzw. in kleine Höhlen in den Berg, waren verschiedene Altare gelassen. Dort füllten wir auch unser Wasser auf und begonnen mit dem Aufstieg.
Wir ließen uns Zeit und genossen die Aussicht auf den Canyon, die sich uns die ganze Zeit bot. Nach einiger Zeit machten wir Rast im Schatten unter einem Felsvorsprung. Wir waren gerade dabei unsere Äpfel zu essen, als plötzlich ein Siebenschläfer aus seiner Höhle zu uns hinunter schaute. Er beobachtete uns und wir ebenso ihn. Sein Schwanz war sooo buschig 😍.
Wir kletterten den Berg weiter hinauf, bis wir oben ankamen. Leider gab es dort nur einen riesigen Antennenturm und keine richtige Aussichtsstelle. Zudem knallte die Sonne so stark, dass wir ein paar Meter die Steine hinab kletterten und uns unter einem Baum in den Schatten setzten. Dort blieben wir auch einige Zeit, machten ein kleines Nikerchen und quatschten.
Nachdem die Hitze etwas abgenommen hatte, ging es wieder bergab. Beim Abstieg tat plötzlich mein großer Zeh sehr doll weh. Als ich meinen Schuh dann Auszog, stellte sich heraus, dass ich mir irgendwo einen kleinen Splitter eingefangen hatte.
Also wurde am Berg dann erstmal kurz eine Not-OP durchgeführt, mit Desinfektionsspray, Pinzette und Sicherheitsnadel. Nach kurzer Suche wurde der Übeltäter auch schon gefunden und die Wunde ordentlich versorgt.
Dem Abstieg stand damit nix mehr im Wege. Auf dem Weg zurück in die Innenstadt snackten wir noch ganz viele leckere Brombeeren am Straßenrand und kühlten unsere Füße im Fluss ab. Die Brombeeren stillten den Hunger aber nur kurz, weshalb wir uns in Omiš wieder angekommen, erstmal eine schöne Pizza gönnten. Dazu gab’s eine leckere Wassermelonenlimo.
Anschließend ging es wieder zurück nach Split. Wir liefen ein bisschen durch die Stadt, schauten uns dem Palast an und gingen ins Stadtmuseum. Das war schon irgendwie interessant, aber besonders die interaktiven Stationen machten uns Spaß 😅. Wir suchten noch ein wenig nach Souvenirs und machten uns danach zurück auf den Weg ins Hostel, da wir noch das WM-Finale schauen wollten.
Im Hostel angekommen, empfing mich schon meine saubere Wäsche. Diese und alles andere, was ich morgen nicht mehr brauchte, packte ich schon in den Rucksack.
Danach machten wir uns noch kurz auf dem Weg zum Strand, aßen Ananas, schauten das Spiel und genossen die angenehme Abendbrise.
Nach einer (diesmal sogar warmen) Dusche, ging es ins Bett.
Montag (20.07.26)
Heute hieß es um 8 Uhr aufstehen und Rucksack packen, denn unser letzter Tag in Split war angebrochen. Nachdem ich dreimal checkte, ob ich auch wirklich alles eingepackt hatte, machten wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle, an der wir unsere Rucksäcke für den Tag abgeben wollten. Der Automat hatte keine freien Fächer mehr, weshalb wir uns auf den Weg zum Nächsten machen wollten . Dabei stolperten wir jedoch über einen Laden, an dem es nur 3,50 pro Tag kostete die Rucksäcke abzugeben.
Jetzt brauchten wir nur noch ein Busticket – am Ticketschalter nahmen sie aber natürlich nur Bargeld, weshalb wir erstmal etwas Geld abheben mussten. Zum Glück passte alles zeitlich so, dass wir den nächsten Bus nach Makarska noch bekamen.
Nach einer Fahrt, die von 1:15 h auf 2:00 h durch Stau verzögert wurde, kamen wir endlich an.
Der Plan war über eine kleine Wanderung irgendwann an den Strand zu kommen und dort nach einem ruhigen Plätzchen zu suchen. Wir machten uns also an den Aufstieg. Da die Sonne heute wirklich ungewohnt stark knallte, entschieden wir uns dann über einen etwas kleineren Pfad die Strecke abzukürzen. Dieser verlief sich jedoch irgendwann einfach in einem ausgetrocknetem Fluss. Diesem folgten wir immer weiter und sprangen von Stein zu Stein bis wir plötzlich an einem Zaun ankamen. Dieser führt zu einem Baumarkt. Wir kletterten am Zaun vorbei und fanden uns plötzlich auf einem Parkplatz von einem Einkaufscenter wieder.
Das kam uns ganz gelegen, weil wir beide ein kaltes Getränk sehr gut vertragen konnten. Wir besorgten also kurz etwas kaltes zu trinken und noch eine leckere Cantaloup Melone, die gerade im Angebot war.
Und danach ging es auch endlich auf den Weg zum Strand. Laut Maps mussten wir dafür hinter dem Kaufland abbiegen und auf einen Waldweg kommen. Am Kaufland gab es aber irgendwie nur eine riesige Betonwand, an der drei schmale Stufen hochführteb. Diese kletterte ich dann hoch – die Melone, Rucksäcke und Co kriegte ich dann hochgeworfen. Nachdem diese Hürde dann auch endlich beseitigt war, waren wir wirklich nah am Meer.
Wir folgten ein wenig dem Waldweg, sobald wir aber das Meer durch die Bäume sahen, entschlossen wir uns, uns einen eigenen Weg ans Wasser zu bahnen. Nach eine kleinen Abstieg über Stock und Stein kamen wir dann endlich an. Abgesehen von uns, waren nur zwei andere Leute da.
In einer Baumgabelung schlugen wir unser Camp auf und genossen erstmal die kühlen Getränke und die Melone. Nachdem wir unsere Wertsachen ganz gekonnt, hinter dem Baum und unter ein paar Ästen versteckt hatten, ging es endlich ins Wasser.
Für die nächsten paar Stunden kühlten wir uns im Wasser ab und machten dazwischen kleine Naschpausen im Schatten. Das Wasser war zuerst ähnlich warm, wie in der Badewanne, kühlte sich jedoch immer weiter ab, sodass man sich einfach nur treiben und abkühlen lassen konnte.
Da wir quasi ans Waser runter klettern mussten und das Wasser sofort eine gewissen Tiefe hatte, entschieden wir uns auch häufiger für den etwas kürzeren Weg und sprangen von den Steinen direkt ins Wasser. Der Wechsel von der Hitze beim Rausklettern und der schlagartigen Abkühlung beim hineinspringen, war schon echt mega… der kleine Adrenalinkick dabei war bestimmt auch ganz nett 😅.
Da wir um 16:30 Uhr wieder den Bus nach Split nehmen mussten, machten wir uns dann auch wieder auf den Rückweg zur Haltestelle. Dabei kamen wir auch noch am Supermarkt vorbei und holten uns eine kleine Stärkung für den Rückweg.
In Split angekommen, holten wir dann unsere Rucksäcke ab und probierten dann die nächsten paar Stunden bis der Bus kam noch tot zuschlagen. Wir wanderten durch die Gassen, schauten in Souvenirshops und machten ein Picknick auf einem süßen Platz. Mit den großen Rucksäcken auf dem Rücken und den Kleineren vorne, fühlten wir uns zwischen all den Touristen in Sommeroutfits schon ein wenig fehl am Platz 😅.
Zum Abendessen gab es dann ein “kleines” Baguette vom Supermarkt. Wir spielten noch ein wenig Uno und machten uns dann auf den Weg zur Bushaltestelle. Mit etwas Verspätung kam der Bus dann auch an. Damit hieß es Tschüss Split und Hallo Ljubljana in acht Stunden.
Dienstag (21.07.26)
Heute kamen wir überraschend überpünktlich mit dem Flixbus in Ljubljana an. Eigentlich sollte der Bus gegen 7:00 Uhr ankommen, weshalb ich mir einen Wecker auf 6:45 Uhr gestellt hatte. Als dann um 6:20 Uhr auf einmal “Ljubljana Bus Station” durch den Bus schallte, waren wir echt überrascht, packten schnell alles zusammen und standen dann plötzlich in Ljubljana.
Zuerst fiel uns der Temperaturunterschied auf – von heißen 32 Grad zu kühlen 22 Grad.
Wir machten uns sofort auf den Weg zum (Party-) Hostel und gaben dort unser Gepäck ab. Jetzt war nur die Frage “Was machen wir heute?”. Nach einer kurzen Recherche, entschieden wir uns für den Lake Bled und die naheliegende Vintgar Gorge.
Der nächste Zug fuhr um 7:40 Uhr, also machten wir uns auf dem Weg zum Bahnhof, der sich Dank der riesigen Baustelle, als etwas kompliziert raustellte… Am Ende bekamen wir aber noch den Zug und stiegen in Jesenice um, wo der Anschlusszug glücklicherweise auf uns wartete.
Endlich kamen wir dann am See an und wurden von einem schönen, türkis-blauen Wasser überrascht.
Wir starteten mit der Wanderung um den See und zum Viewpoint. Ich war überrascht, dass zu dieser frühen Stunde schon die ersten Leute am Baden waren.
Der Weg führte uns an kleinen Schwimmstellen, Hotels und einem Wasserspender vorbei, bis hin zum Aufgang zu einer Burg. Natürlich mussten wir uns diese anschauen. Oben angekommen stellte sich jedoch heraus, dass der Eintritt 11,50 Euro kostete, weshalb wir nur die Aussicht genossen und dann wieder weiter wanderten.
Ungefähr nach der Hälfte der Umrundung, entschlossen wir uns eine kleine Frühstückspause einzulegen und genossen ein warmes Panino am See.
Danach ging es immer weiter um den See bis zum Aufstieg zum Aussichtspunkt. Obwohl es wirklich nicht sehr warm, kam ich bei dem steilen Anstieg trotzdem ganz schön ins Schwitzen. Oben wurden wir jedoch mit einer tollen Aussicht auf den See belohnt.
Von der Spitze des Bergs wollten wir nun weiter zum Canyon (Vintgar Gorge) wandern. Komoot schickte uns hierfür über kleine Wege den Berg runter und wieder rauf. Mitten auf dem Weg wurden wir dann von einer “Allee” von Himbeer und Brombeersträuchen überrascht, bei denen wir uns erstmal ordentlich die Bäuche vollschlugen. Wilde Himbeeren schmecken wirklich sooo gut 😋.
Es ging weiter über große Forstwege, doch plötzlich sollten wir laut Komoot auf einen kleinen Pfad abbiegen. Dieser entpuppte sich jedoch als kein Pfad, sondern eine Wand aus Sträuchern und Gebüsch. Langsam bahnten wir uns jedoch mit großen Schritten den Weg dadurch, bis wir einen vermeintlichen Weg fanden. Wir schlugen uns noch durch einen kleinen Wald, bis wir auf einmal auf einer Weide standen. Diese überquerten wir und waren plötzlich wieder auf dem Forstweg angekommen…
Diesem folgten wir immer weiter bis wir in einem Örtchen ankamen, in dem wir uns Äpfel als Proviant stibitzten. So langsam zog sich auch der Himmel zu und es begann leicht zu nieseln. Da man in der Ferne aber noch die Sonne sah, erzeugte das eine ganz besondere Atmosphäre.
Um dem Regen ein wenig zu entkommen und uns ein bisschen zu stärken, hielten wir im letzten Ort vor dem Canyon noch an. Ich schnabulierte zwei leckere Käsebrötchen und Schokodonuts.
Und dann kamen wir auch endlich am Canyon an. Wir suchten verzweifelt auf der Website nach Tickets und fragten nach ein paar Minuten nach, wo wir die denn finden könnten. Tja, leider waren ALLE Tickets für den Tag schon ausverkauft?! Ich war echt ein bisschen niedergeschlagen, weil ich mich sehr auf den Canyon gefreut hatte.
Naja, wir fuhren dann mit dem Shuttle zurück zum See und nahmen den nächsten Zug zurück nach Ljubljana. Da es schon auf 20 Uhr zuging, entschieden wir uns zuersteinmal ins Hostel einzuchecken. Auf der Etage von unserem Zimmer wurden wir erstmal mit lauter Musik empfangen. Die Zimmer waren dafür sehr geräumig und es gab Schließfächer!! Nur die Toilettensituation war interessant – ein großer Saal mit fünf Duschkabinen rechts und fünf Klokabinen links… Da man aber in der Dusche Sachen aufhängen und davor einen Duschvorhang ziehen konnte, ging das dann doch sehr gut.
Da wir beide nach der Wanderung echt hungrig waren, gönnten wir uns in einem kleinen, schnuckeligen Laden um die Ecke ein leckeres Pad Thai mit Chicken. Danach ging es auch nur noch unter die Dusche und ab ins Bettchen, weil wir beide auf der Busfahrt nur so semi viel geschlafen hatten.
Mittwoch (22.07.26)
Heute wurde richtig schön bis 10 Uhr ausgeschlafen, was mal wieder echt gut tat.
Die Erkundung von Ljubljana stand fürr heute auf dem Programm. Dank kurzer Recherche am Vorabend, hatten wir herausgefunden, dass es jeden Tag um 11 Uhr eine kostenlose Tour durch die Stadt gibt. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen.
Bei der Tour erfuhren wir viel über die Geschichte Sloweniens und die Geschichte der Stadt.
Eine wichtige Persönlichkeit war Preseren (quasi wie unser Göthe) der sogar eine eigene Statue auf dem Hauptplatz hat. Ein interessanter Fact zu ihm ist, dass er in ein Mädchen verliebt war, er aber 30 und sie 14 war – das eigentlich Problem war aber eher, dass sie aus einer sehr reichen Familie stammte und er arm war. Naja, seine Statue schaut auf jeden Fall in Richtung einer weiteren Statue und zwar von einem Mädchen, die aus einem Fenster schaut.
Die Tour führte uns weiter über die Triple- und Drachenbrücke, am Markt vorbei, an Kirchen entlang und weiter durch die kleinen Straßen am Wasser, zur Staatsbibliothek und bis hin zum Platz vor der Universität. Zwischendrin machten wir noch ein Gruppenbild und probierten noch einen typischen Blaubeer-Likör.
Am Ende bekamen wir noch Gutscheine für mehrere kleine Läden und gaben unserem Tourguide ein Trinkgeld für die Tour (darüber finanzieren sich die Touren quasi). Wir bekamen noch diverse Empfehlungen für Restaurants und Spots in der Stadt.
Nach der Tour schlenderten wir über den Markt und schauten uns die Pinke Kirche an.
Danach brauchten wir aber wirklich eine Stärkung und entschlossen uns deswegen mal etwas typisch slowenisches zu essen. Ich aß eine Jota Suppe, die traditionelle Wurst und wir teilten uns noch einen Dumpling. Alles war sehr lecker, besonders der Mango-Joghurt Dumpling war super! Wir ließen bei ein paar Runden Scopa das Essen noch sacken. Dabei wurde ich einfach von einer Wespe gestochen 🥲.
Anschließend machten wir uns dann auf den Weg zur Burg. Von der Burg gab es einen tollen Ausblick auf die Stadt und die Kulisse mit den Bergen drumherum hatte schon echt was. Wir erkundeten noch die anderen Bestandteile und die Katakomben und probierten uns auch ohne Ticket auf den Aussichtsturm zu schleichen, leider wenig erfolgreich 😅. Im Schatten der Bäume und mit Blick auf die Stadt aßen wir noch einen Apfel und füllten unsere Flaschen bei einem Wasserspender auf.
Danach schlenderten wir für ein paar Stunden noch durch die Stadt, schauten in diverse Läden rein und sogen einfach die Atmosphäre der Stadt ein. Wir beide holten uns dann irgendwann noch einen kleinen Snack, um den Hunger zu stillen – der lila MC Flurry schmeckte auf jeden Fall sehr lecker.
So langsam neigte sich der Tag dem Ende zu, weshalb wir uns auf den Weg in den Park machten – nach ein paar Runden Uno, wurde es mit kurzen Sachen, dann aber doch etwas zu frisch. Deswegen ging es dann zurück ins Hostel.
Dort entschlossen wir uns spontan, den letzten Abend, die Stadt noch bei Nacht zu erkunden. Zuerst machten wir nochmal einen Abstecher in den Park, aßen unsere übrigen Chips und redeten über verschiedenste Dinge…
Als es dann doch kühler wurde, liefen wir wieder los, um ein bisschen warm zu werden. Die Stadt war bei Nacht auf jeden Fall sehr sehr schön und durch den Fluss unf die beleuchteten Brücken, entstehen viele schöne Spiegelungen im Wasser. In Kombination mit der Musik aus den anliegenden Pubs, ergibt sich daraus eine sehr schöne Stimmung. Wir schnabulierten noch eine sehr leckeres Eis (Schoko-Mango ist schon ne mega Kombi) und machten uns dann auf den finalen Weg ins Hostel.
Im Hostel angekommen, ging bei uns im Gang richtig die Party ab, was aber ganz praktisch war, weil ich so dann noch meinen Rucksack packen konnte, ohne jemand zu stören. Trotzdem benutze ich dafür meine Kopflampe, da jemand im Zimmer schon schlief. Als alles gepackt war, ging es dann auch ins Bett.
Donnerstag (23.07.26) & Freitag (24.07.2026)
Und damit brach auch schon der letzte Tag unserer Reise an. Heute wollten wir unbedingt noch die Besichtigung des Canyon nachholen.
Um 8 Uhr sprangen wir aus dem Bett, packten alles final ein und gaben dann unsere großen Rucksäcke an der Rezeption ab. Weil wir natürlich wieder zu viel Zeit eingeplant hatten, spielten wir erstmal ein paar Runden Karten und machten dann noch einen kleinen Abstecher zur Bäckerei. Ich schnabulierte zwei leckere Foccacia-ähnliche Brötchen und zwei Berliner 😋. Dann machten wir uns auf den bereits bekannten Weg, der uns wieder nach Bled führte.
Im Zug trafen wir dann zwei Jungs mit riesigen Rucksäcken und Campingsachen. Tatsächlich kamen die beide aus Deutschland und wir quatschten während der Fahrt auf Denglisch ganz viel miteinander. Die letzten paar Tage waren sie in Slowenien wildcampen und waren nun auf dem Weg nach Italien. (Notiz für den Wanderurlaub: definitiv unter 15kg bleiben, deren Rucksäcke waren vielll zu schwer und schlecht handhabbar). Wir tauschten noch Insta aus und verabschiedeten uns dann von denen. Der Anschlusszug wirkte wirklich, als ob er noch aus einem anderen Jahrhundert wäre 😅.
Am See angekommen gingen wir den bekannten Weg direkt zur Shuttle Station. Nach ein wenig Warterei kam der Shuttle dann auch, sodass wir dann pünktlich um 13 Uhr da waren.
Am Eingang bekamen wir einen schicken orangenen Helm und dann stürzten wir uns schon in die Erkundung des Canyons. Der Verlauf des Flusses mit vielen kleinen Wasserfällen, Pools, flachen Stellen, gesäumt von dieser Schlucht, war schon sehr schön. Wäre dort schwimmen erlaubt gewesen, wäre es bestimmt mega, flussabwärts zu schwimmen und von Pool zu Pool zu springen. Wir genossen die Natur und die Stille, die nur von dem Rauschen des Flusses durchbrochen wurde.
Plötzlich fing es an ein wenig zu Regnen, während gleichzeitig noch die Sonne schien, was die Atmosphäre noch besonderer machte.
Der Canyon endete mit einem schicken Wasserfall, an dem natürlich auch ein Foto gemacht wurde. Dort gaben wir auch unsere Helme ab und genossen mit einer schönen Aussicht auf die Berge ein Eis und einen Apfel.
Wir entschlossen uns noch die längere Wanderung zurück zum Parkplatz zu machen. Dabei kamen wir durch schöne Wälder (in denen ein Straßenmusikant einfach Akkordeon spielte 😅), an Weiden mit Kühen und tollen Aussichten auf das ganze Tal entlang. Zwischendurch snackten wir noch ein paar Brombeeren am Wegesrand.
Am Parkplatz wieder angekommen checkten wir die nächsten Zugverbindungen und hofften dass wir dazwischen noch Zeit haben würden, etwas zu Essen. In Bled wieder angekommen, machten wir deswegen noch schnell einen Abstecher zu einer Pizzeria und nahmen unsere Bella Ciao Pizza mit auf den Weg. Auf den Treppen im Seiteneingang einer Kirche setzten wir uns dann hin und schnabulierten die Pizza. Weil wir beide Burrata drauf hatten und der sonst auf der Pizza direkt geschmolzen wäre, kriegten wir beide eine Packung wie aus dem Supermarkt einfach mit dazu.
Danach flitzten wir schnell zum Zug und fuhren zurück nach Ljubljana.
Dort wieder angekommen, machten wir einen kurzen Klostop im Hostel und machten uns noch ein letztes Mal auf den Weg in die Stadt. Wir besorgten noch ein paar Snacks für die Fahrt und eine typische lokale Kräutercola. Damit setzen wir uns nochmal ans Wasser und ließen die Reise Revue passieren – was war am schönsten, was war am unerwartestem, welches Hostel war das Beste…
Unser Gespräch wurde aber vom Regen gestört, weshalb wir für die letzten Stunde wieder ins Hostel gingen.
Dort holten wir dann unsere Rucksäcke, packten für die Fahrt alles um und spielte natürlich noch Uno, Scopa und 31. Und dann hieß es auch schon auf zum Busbahnhof.
Wir verabschiedeten uns mit dem Wissen, dass wir uns vielleicht in 1-2 Jahren erst wiedersehen würden, aber versprachen uns auch regelmäßig upzudaten.
Dann kam auch schon der Bus und es hieß 15h bis nach Berlin.